Herzlich Willkommen an der Hauptschule Ostenland
    Herzlich Willkommen an der Hauptschule Ostenland

Ysselsteyn 2011

 

Arbeit für den Frieden – Versöhnung über den Gräbern“.

 

Die Hauptschule Ostenland zu Gast in Ysselsteyn.

 

Unter dem Motto des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. gingen die Klassen 9a und 9b, pädagogisch begleitet von Barbara Breimann, Oliver Austenfeld und Johannes Bonnen, im Mai auf ihre Studienfahrt nach Ysselsteyn (Holland).

Das Ziel war die Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte (JBS) in Ysselsteyn. Die JBS des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge liegt direkt neben dem 28 Hektar großen Soldatenfriedhof. Über 32000 Gräber zeigen, welches Unheil Krieg anrichten kann.

Die Schüler lernten Verständnis und Toleranz, bauten Vorurteile ab und setzten sich mit der Geschichte auseinander. Sie suchten nach ihrer eigenen Verantwortung für eine friedliche Zukunft. Sie sahen unmittelbar die Folgen von Krieg und Gewalt und erfuhren, dass es nicht schwierig ist, selbst etwas für den Frieden zu tun.

Thematischer Schwerpunkt in der Jahrgangstufe 9 ist das Thema: Nationalsozialismus und II. Weltkrieg. Im Fach Geschichte und Deutsch haben sich die Klassen 9a und 9b dem Thema bereits im Vorfeld der Studienfahrt genähert und sich inhaltlich vorbereitet.

 

Nach der Ankunft in der JBS folgte eine einstündige Führung über den Friedhof. Die Führung gab den Schülern/Innen eine erste Auskunft über die Entstehung, die Geschichte und bestimmte Besonderheiten des Friedhofs.

 

Am Dienstag wurden die Schüler/Innen in zwei Gruppen eingeteilt. Die Klasse 9b hatte zunächst ihren Einsatz auf dem Soldatenfriedhof. Für die Klasse 9a stand zunächst ein Toleranztest und ein niederländisches Bingo auf dem Programm. Im Laufe des Tages wurden über 4000 Grabkreuze mit Wasser, Bürste und einer speziellen Lauge von Dreck, Moos und Algen befreit.

Mit Hilfe des Toleranztests konnten die Jugendlichen ihre Toleranz selbst einschätzen. Der Test wurde mit Hilfe der „Multiple Choice“ Arbeitsweise abgehalten. Die Jugendlichen wurden aufgefordert einzuschätzen, wie sie in bestimmten Situationen reagieren würden. Dabei standen Themen des täglichen  Lebens im Vordergrund, z.B. Toleranz gegenüber Ausländern, politisch Andersdenkenden. Am Ende erfolgte eine Auswertung durch ein Punktesystem. Die anschließende Diskussion bot den Jugendlichen eine gute Möglichkeit Erfahrungen miteinander auszutauschen und über bestimmte Fragen noch einmal ausführlicher zu reden.

Das Sprachprogramm „Niederländisches Bingo“ sollte den Schülern/Innen die niederländische Sprache etwas näher bringen.

Auffallend war, dass die Schüler, die über gute Englischkenntnisse verfügen und auch noch das „Delbrücker Plattdeutsche“ beherrschen, sehr schnell der niederländischen Sprache mächtig waren.

 

Am Mittwoch besuchten die Schüler/Innen das „NATIONAL OORLOGS- UND VERZETSMUSEUM“ im Liberty Park von Overloon. Das Motto des Museums ist der Nationale Krieg und Widerstand während des II. Weltkrieges in den Niederlanden. In der Nähe der beiden Städte Overloon und Venray fand - während des Krieges - die größte Panzerschlacht auf niederländischem Boden statt.

Durch die Führung erhielten die Schüler/Innen einen Einblick über die Judenverfolgung durch das Dritte Reich während des II. Weltkrieges. Die niederländischen Widerstandsbewegungen wurden ebenfalls thematisiert.

Am Nachmittag machte die Gruppe eine gemeinsame Tour nach Venray, um sich dort die Sehenswürdigkeiten dieser Kleinstadt anzuschauen.

 

Am Donnerstag stand die Friedensrallye auf dem Plan. In mehreren Kleingruppen durchliefen sie insgesamt 14 Stationen. Aufgaben zu den Themen Toleranz, Lernen von Vertrauen, Teamarbeit und das Kennenlernen anderer Länder und Kulturen standen dabei im Mittelpunkt. Dabei verwandelte sich die ganze Jugendbegegnungsstätte in einen Aufgabenpark. Nach jeder vollendeten Aufgabe bekam die Gruppe einen Buchstaben oder ein Wort aus dem man später einen Satz bauen konnte.

Am Nachmittag stand das Thema Einzelschicksale auf dem Programm. Die Jugendlichen beschäftigten sich in kleinen Gruppen mit einzelnen Schicksalen von Kriegsopfern, die auf dem Friedhof ruhen. Anhand von Texten, Fotos und Briefen lernten sie die Geschichte einzelner Kriegsopfer kennen und fertigen Plakate an. Auf den gefertigten Plakaten wurde das Leben der in Ysselsteyn ruhenden Soldaten erzählt. Die Schicksale werden durch die Gruppen am Grabe des Verstorbenen vorgestellt. Während der Vorstellung realisierten die Schüler/Innen, dass hinter jedem Kreuz eine Person mit einer eigenen individuellen Geschichte steht.

 

 

 

Weitere Informationen unter:

www.volksbund.de

www.joc-ysselstein.com

 

Hier seht ihr die Bilder der Klassenfahrt der
Klassen 9a und 9b nach Ysselsteyn:

Präsentation Kriegsgräberpflege in Ysselsteyn
Präsentation Volkstrauertag 2012.ppsx
Microsoft Power Point-Präsentation [16.6 MB]

Kriegsgräberpflege in Ysselsteyn

 

Einige Schülerinnen und Schüler der jetzigen 10. Klassen haben anlässlich des Volkstrauertages 2012 (siehe Punkte "Aktuelles") eine Präsentation über ihre Fahrt zur Kriegsgräberpflege in Ysselsteyn, Holland, zusammengestellt. 

Zur Ansicht der Präsentation die rot unterlegte Zeile bitte anklicken. Die Datei wird dann auf Ihren Rechner heruntergeladen. Sie öffnen die Präsentation durch Doppelklick. Die Steuerung innerhalb der Präsentation erfolgt mit den Pfeiltasten oder der Leertaste.

 

4.13 Friedenserziehung

 

Die HSO verfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ein friedenspädagogisches Konzept.

Im Bewusstsein der Wichtigkeit von Frieden und Demokratie muss wachsendem politischen Desinteresse, Gewaltbereitschaft und Anfälligkeit für radikales, fremdenfeindliches Gedankengut entgegengewirkt werden.

 

  • Lernen aus Fehlern der Geschichte
  • Versöhnung über den Kriegsgräbern
  • Einblicke in Schicksale von Kriegszeitzeugen
  • Persönliches Engagement für Friedenarbeit

 

Sind dabei Eckpfeiler verschiedener friedenspädagogischer Module.

 

Ist - Zustand

 

  • Die HSO nimmt seit ca. 20 Jahren an Projekten vor Ort und in verschiedenen Jugendbegegnungsstätten teil.

 

  • Sie war Vorreiter des schulischen Engagement im Kreis Paderborn.

 

  • Abschlussklassen führen regelmäßig im Schulprogramm festgeschriebene Besuche und Arbeitseinsätze auf Friedhöfen/ Jugendbegegnungsstätten im In-und Ausland durch.

 

  • Schüler engagieren sich für die Friedensarbeit auch in der Öffentlichkeit.

 

  • Vor – und nachbereitende Bausteine im Geschichts- und Politikunterricht begleiten die friedenspädagogische Einsätze der Schüler.

 

  • Das Konzept wird schulintern für alle Schüler in einer Schauvitrine zugänglich gemacht.

 

  • Ein Kollege ist Vorstandsmitglied im Kreisverband des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und koordiniert die Zusammenarbeit.

 

  • Die HSO wurde mehrfach und regelmäßig für die geleistete Arbeit durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausgezeichnet.

 

Soll-Zustand

 

Aus den Erfahrungen der Friedensarbeit werden mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge derzeit Vorschläge zur Konzeptgestaltung der Arbeit auf den Kriegsgräberstätten/ Jugendbegegnungsstätten ausgetauscht.

 

Wünschenswert und ist ein über die Schulzeit hinaus reichendes Engagement der Schüler für die Friedensarbeit, was bisher nur vereinzelt gelungen ist und weiterer

Anstrengung bedarf.

 

Didaktische Leitlinien zur Friedenserziehung

 

1. Vorbereitung

 

2. Exkursionen

 

Exkursionen zu Grabstätten von         Arbeitseinsätze                            Durchführung von

Krieg und Gewalt                                                                                       Erhebungen vor Ort

 

  • Kriegsgräberstätten
  • Einzelerkundungen auf kommunalen Friedhöfen
  • Grabstätten ausländischer Kriegsgefangener in Deutschland
  • Jüdische Friedhöfe
  • Mahnmale
  • Reinigen von Grabsteinen
  • Aufräumarbeiten auf Friedhöfen
  • Registrieren von Daten auf Grabsteinen
  • Anlegen von Statistiken: Alter, Herkunft, usw.
  • Pflegen der Friedhofsgärten
  • von Mitarbeitern der Friedhofs-verwaltungen
  • von Besuchern
  • von Teilnehmern an Volksbund-veranstaltungen
  • Studium von Kirchenbüchern
   

3. Nachbereitung der Exkursionen

 

historische Aspekte

 

 

  • Quellen der Belegungen
  • Kriegsgeschehen vor Ort
  • Kommunaler Kontext

 

 

 

 

 

soziale Aspekte

 

 

  • Befragungen der Angehörigen bzw. der Einwohner oder Zeitzeugen
  • Befragung über die Tätigkeit des Volksbundes
  • Patenschaften für Kriegsgräber

 

 

 

dokumentarische Aspekte

 

  • Fotodokumentation vor Ort
  • Dia-Reihe
  • Videofilm
  • Dokumentation des ge-samten Projektes
  • Kommunale Ausstellung
  • Begleittexte
  • Auszüge aus Besucherbüchern
  • Internet/Homepage

 

historische Aspekte

 

 

  • Briefe von Kriegstoten
  • Berichte von Kriegs-gefangenen
  • Gedichte gegen den Krieg
  • Friedenslieder
  • Gestaltung von Aus-stellungen, Gedenkfeiern am Volkstrauertag

 

 

           

 

 

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